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Argonier Online.png

Die Argonier, in ihrer eigenen Sprache, Jel, Saxhleel[1] genannt, sind reptilienartige Tiermenschen, die in der Schwarzmarsch leben.

Sie sind eine der geheimnisvollsten Rassen Tamriels und verraten wenig über ihre Heimat, in der die meisten ihres Volkes geboren werden und leben.

Die Argonier sind, mit der eventuellen Ausnahme der Khajiit, das einzige Volk Tamriels, das nicht von den Ehlnofey abstammt aber trotzdem seit der Merethischen Ära existiert.

Nach SpielBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Über die Argonier in der Ersten Ära ist nicht viel bekannt, da sie ihr Heimatland kaum verließen. Zudem war Schwarzmarsch, das Heimatland der Argonier, auch kein Eroberungsziel des Ersten Kaiserreiches, weshalb die Alessianische Armee das Land nicht beachtete.

Später wurde Schwarzmarsch ein Anlaufpunkt für flüchtige Verbrecher und Piraten. Da die cyrodiilische Justiz nicht bis in die Sümpfe reichte, schlugen dort vieler solcher Gauner ihre Stützpunkte auf, weswegen die Südküste Schwarzmarschs als die gefährlichsten Gewässer Tamriels galten.

Im Jahr 1Ä 1033 verbreitete ein gefährlicher Pirat, der als "Roter Bramman" bekannt war, Angst und Schrecken, wobei sein Stützpunkt in Schwarzmarsch lag. Die damalige Kaiserin Hestra schickte daraufhin die komplette Kaiserliche Marine nach Schwarzmarsch und drang in die Tiefen des Sumpfes ein um den Roten Bramman zu fangen, was ihnen schließlich auch gelang. Danach versuchte das Kaiserreich Schwarzmarsch zu kolonisieren, doch da dadurch nur Gewalt und Leid verursachten, griffen die Argonier die Kaiserliche Marine an, zerstörte einen großen Teil der Flotte und jagte die Kaiserlichen zurück nach Cyrodiil. Das sollte jedoch nicht ungestraft bleiben.

Rund Tausend Jahre später, nach der Ausrufung des zweiten Kaiserreiches und den Aufstieg der Reman-Dynastie, griff der damalige Kaiser Brazollus Dor schlagartig die Argonier an und traf sie völlig unvorbereitet. Im Jahr 1Ä 2811 besiegte die Kaiserliche Cyrodiilische Armee die letzte organisierte Argonische Armee während der Schlacht von Argonien. Die Argonier sind von einem Tag auf den anderen zu einer stark dezimirten Spezies geworden, weswegen sich ein gewaltiger Hass auf das Kaiserreich sammelte.

Unter kaiserlicher Herrschaft Bearbeiten

Unter kaiserlicher Herrschaft wurde den Argoniern eine besondere Rolle zugeteilt: Aufgrund der unerbittlichen Sümpfe Schwarzmarschs wurde es zu einem einzigen, riesigen Gefängnis, wobei die Argonier wegen ihrer natürlichen Anpassungen an diese Sümpfe die Rolle der "Gefängniswärter" einnahmen.

Nach dem Ende der Potentatenzeit und dem Beginn des so genannten Interregnums brach die Ordnung in der Schwarzmarsch wie überall im einst nahezu den gesamten Kontinent umfassenden Kaiserreich von Cyrodiil wieder zusammen. Banditentum griff wieder um sich und die Versklavung durch die Dunmer erreichte ihren Höhepunkt: Immer mehr Argonier wurden von Sklavenhändlern nach Morrowind verschleppt. In den von kaiserlichen Regenten besetzten Gebieten entstanden die sogenannten Kriegsfürstendynastien, in welchen die Tyrannei und das Leid ihre Höhepunkte erreichte.

Im Jahre 2Ä 560 brach schließlich auch noch die Knahaten-Pest in der Schwarzmarsch aus, welche sich über die ganze Provinz erstreckte und nahezu allen Völkern, welche nicht von Reptilienblut waren, dahinraffte. Bis heute werden die Argonier beschuldigt, dass sie diese Krankheit aus Rache für die Jahre der Unterdrückung und Tyrannei durch die Fremden ausgelöst hatten.

Erneute kaiserliche Herrschaft Bearbeiten

Die Knahaten-Pest sorgte dafür, dass sich auch die letzten Fremden aus Schwarzmarsch zurückzogen, wodurch die Argonier wieder an Selbständigkeit gewannen.

Dies änderte sich jedoch, als Tiber Septim im Jahre 2Ä 854 den Kaiserthron bestieg, mit dem Ziel, Tamriel erneut unter cyrodiilischer Flagge zu vereinen. Nachdem er Hochfels und Hammerfell annektiert hatte, griff er Schwarzmarsch an. Obwohl er nur die Grenzgebiete attackierte und sich von den inneren Sümpfen fernhielt, hatte er Erfolg, und die Argonier sah sich einmal mehr unter der Repression des Kaiserreichs.

In der dritten Ära wurde Schwarzmarsch erneut zum Gefängnis und auch die Sklavereiprobleme änderten sich trotz des Verbots durch das Kaiserreich nicht, da in Morrowind aufgrund besonderer Verträge weiterhin Sklaverei legal war. Dies führte zu stärkeren Spannungen zwischen den Argoniern und dem Kaiserreich. Für das Reich blieb Schwarzmarsch weiterhin ein wildes Land, weswegen sich Kaiserin Morihatha im vierten Jahrhundert der dritten Ära weigerte, Truppen nach Schwarzmarsch zu schicken, weswegen sie ermordet wurde.

Im Krieg des Roten Diamanten waren die Argonier weitesgehend auf der Seite des Kaiserreichs, und mit dem Königreich von Kleinmottien nahm ein Schwarzmarschkönigreich sogar aktiv am Kampf teil. Dieses Königreich stellte auch die einzige argonische Armee, die außerhalb der Sümpfe von Schwarzmarsch kämpfte.

In der Folgezeit verschärfte sich die Situation zwischen Argoniern und Dunmer immer weiter, was schließlich im Arnesischen Krieg endete, welchen die Argonier verloren. Seitdem ist die Beziehung der beiden Länder noch stärker angespannt, auch wenn Morrowind im Jahr 3Ä 432 als letzte Provinz des Kaiserreichs die Sklaverei abschaffte. Während der Oblivion-Krise die von 3Ä 433 bis 4Ä 0 andauerte, wurden alle Argonier von den Hist außerhalb Schwarzmarschs zurück in ihr Heimatland gerufen und zum Kampf modifiziert, weswegen in Schwarzmarsch keine Gefahr von der Oblivion-Krise ausging. Im Jahre 4Ä 6 starteten die Argonier nach vielen, gescheiterten Revolten die Argonische Invasion, mit welcher sie Schwarzmarsch befreiten, Teile des Festlandes von Morrowind eroberten und den Argonischen Staat gründeten.

KulturBearbeiten

HistBearbeiten

Die Argonier von Schwarzmarsch sehen die Hist als einzigartige und allmächtige Macht, die ihre Seelen erschaffen und behüten. Sie stellen das Zentrum der argonischen Religion und Kultur dar. Sie sind mächtiger als Götter, können in die Zukunft blicken und sind seit der Erschaffung Nirns in Tamriel zu finden.

Elder scrolls online Hist Tree concept.jpg

Ein Histbaum.

Kurz nach der Geburt und in der frühen Kindheit trinken Argonische Babys den Saft der Hist um ihre Seele zu erhalten. Nach dem Tod eines Argoniers kehrt seine Seele zu dem Histbaum zurück von dem der Argonier getrunken hat und wird dort gespeichert, bis ein Kind den Saft trinkt und die Seele und Erinnerungen des Vorgängers erhält. So ensteht ein Zyklus der Wiedergeburt.

HierarchieBearbeiten

An oberster Stelle in der Hierarchie stehen die Hist, aber die Argonier haben auch einen König[2], jedoch ist das Volk in hunderte Stämme unterteilt.[3] Zudem wird seine Existenz von einer Schattenschuppe bestritten.[4] Während der Oblivion-Krise entstanden die An-Xileel, eine Organisation, die versucht alle Völker aus der Schwarzmarsch zu vertreiben, die nicht aus dieser stammen.[1] Als weitere wichtige Instanz gelten die Schattenschuppen, eine Assassinenorganisation, die aus den Argoniern besteht, die unter dem Zeichen des Schattens geboren sind.[5] Sie werden unter anderem vom König eingesetzt.[2]

Trotzdem sehen die Argonier sich als Ei-Geschwister, auch wenn ein Stamm einen anderen überfällt oder wildert, und gehen freundschaftlich miteinander um, was für Außenstehende unbegreiflich erscheint. Dieses Verhalten resultiert daraus, dass ein Argonier als Mitglied jeden Stammes wiedergeboren werden kann.[6]

ReligionBearbeiten

Die Argonier glauben an keines der üblichen Pantheons, sondern ehren die Hist, allerdings glauben sie auch an Sithis.[5]

SchattenschuppenBearbeiten

Argonier, die im Zeichen des Schattens geboren wurden, genießen in allen Clans ein hohes Ansehen. Die stärksten werden bereits als Kinder an die Dunkle Bruderschaft, Morag Tong oder zu Ausbildungscamps geschickt, um dort zu Assassinen ausgebildet zu werden.[4] Mit Erreichen ihrer Volljährigkeit werden sie automatisch Mitglied in einer der beiden Gilden. Diese besonders ausgebildeten Meuchelmörder werden von anderen Argoniern als "Schattenschuppen" bezeichnet.

Gute Schattenschuppen können zu hohen Ehren gelangen, da sie nicht selten als Leibwächter und Auftragsmörder des argonischen Königs dienen, dessen Existenz aber von einer Schattenschuppe bestritten wurde.[4] Der Kodex der Schattenschuppen verbietet es, dass eine Schattenschuppe eine andere tötet. Alle Schattenschuppen folgen diesem Schicksal; Abtrünnigen, die sich diesem nicht beugen wollen, droht der Tod.

SchwarzmarschBearbeiten

Die Schwarzmarsch, auch Argonien genannt, ist die Heimat der Argonier, an deren sumpfiges Terrain sie perfekt angepasst sind. Die Argonier sind wohl die einzige Rasse, die es überleben kann, jeden Ort in der Schwarzmarsch zu erreichen, da diese voll mit gefährlichen Kreaturen, Krankheiten und anderen Gefahren ist. Auch gibt es tiefer in der Provinz kaum Pfade und nur die Argonier können die Unwegsamkeiten überwinden.

Heirat und PaarungBearbeiten

Das Familienleben und die Heirat der Argonier sind einer der wenigen, größtenteils bekannten Aspekte der argonischen Kultur. Im Gegensatz zu den Bürgern Himmelsrands, die ein Amulett von Mara zur Heirat nutzen, halten die Argonier zu ihren Hochzeitstraditionen. In Schwarzmarsch wird dem Liebhaber ein Ehering aus drei makellosen Amnethysten präsentiert. Jeder Ring ist einzigartig und hat eine persönliche Bedeutung für das baldige Ehepaar. Die Hochtzeitszeremonie eines argonischen Paares ist sehr lang und komplex und beinhaltet viele Rituale. Zudem wird während der Zeremonie nur Jel gesprochen.

Im Frühling jedes Jahres treffen sich junge Argonier beider Geschlechter in der Stadt Zischmir wo sie sich vielen grausamen Prüfungen unterziehen, einzig und allein um schwache Argonier auszusortieren. Die Gewinner der Prüfung dürfen sich paaren, die Verlierer sterben oder müssen im nächsten Jahr wiederkommen. Dies kann man im Buch "Das Paarungsritual der Argonier" nachlesen.

SpracheBearbeiten

Die Sprache der Argonier ist die Sprache, die vom Volk der Argonier gesprochen wird. Der Eigenname der Sprache ist Jel oder Jen.

Die Sprache der Argonier verfügt über kein eigenes Wort für Zeit. Ebenfalls existieren keine grammatikalischen Formen um verschiedene Zeiten anzuzeigen. Im Sinne der Sprache geschieht alles gleichzeitig. Dies geht auf den Wiedergeburtszyklus der Argonier und das lange Gedächtnis der Hist zurück. Erst durch Kontakte mit dem Kaiserreich lernten Argonier das Konzept von verschiedenen Zeitformen verstehen.

Persönlichkeit, Gedanken und GefühleBearbeiten

Viele glauben, dass die Argonier keine Gefühle hätten, da es für Nicht-Argonier schwierig ist, ihre Mimik und Körpersprache zu erkennen. Sie zeigen diese für Unwissende nur deutlich, wenn sie wütend sind und ihre Zähne fletschen. Meistens erkennen nur Argonier die feinen Muskel- und Schwanzbewegungen, mit denen sie ihre Emotionen ausdrücken.

Des weiteren sind ihre Gedankengänge für Mensch und Mer schwer nachzuvollziehen, da sie mit den abstrakten Gedanken der Hist und den Erinnerungen aller Argonier verbunden sind, was man auch an an ihrer Sprache und den fehlenden Zeitformen erkennen kann.

Die Argonier betrachten sich alle als ein Wesen, da sie mit den gleichen Seelen wiedergeboren werden, und hassen sich daher nicht gegenseitig, was sie nicht davon abhält, andere Argonier zu töten.[6] Sie sind ihren Freunden gegenüber sehr loyal und helfen ihnen so gut sie können.[1]

Aussehen und PhysiologieBearbeiten

Argonier sind Ovoviparier,[7] das heißt, dass die Eier im Mutterleib ausgebrütet und die Argonier lebend geboren werden. Kurz nach der Geburt suchen die jungen Argonier einen Hist auf, um dessen Saft zu trinken, wodurch sie die passenden Organe eines Geschlechts bilden, was sich durch weiteren Konsum des Histsafts wieder ändern kann.[8] Weibliche Argonier besitzen trotz ihrer reptilienartigkeit Brüste, so wie Säugetiere.

Argonier.jpg

Argonier in Oblivion.

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Argonier in Skyrim.

Argonier sind Kaltblüter und bevorzugen tropische und subtropische Gegenden, kommen jedoch in jeder Klimazone zurecht.[9] Außerdem können sie unter Wasser atmen, ohne Kiemen zu besitzen und nutzen ihren Schwanz als Steuerhilfe. Manchen Argoniern wachsen Federn, vielen Hörner. Zudem verfügen sie über scharfe Zähne und Krallen an Händen und Füßen, mit denen sie es mit den gefährlichen Kreaturen ihrer Heimat und anderen Feinden aufnehmen können.

Seit der Merethischen Ära wandelte sich ihr Aussehen, wie zum Beispiel nach der Oblivion-Krise, während welcher die Hist ihre Körper veränderten, damit sie besser zum Kampf geeignet waren. Deswegen sind die Argonier während der Oblivion-Krise sind wesentlich farbenfroher als die robusten, drachenartigen Argonier während der Drachenkrise.

ReferenzenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 The Elder Scrolls: Die Höllenstadt
  2. 2,0 2,1 Herrschaftssysteme in Himmelsrand
  3. Tribes of Murkmire: Bright-Throats
  4. 4,0 4,1 4,2 Interview with Three Argonians in Shadowfen
  5. 5,0 5,1 Tribes of Murkmire: Black-Tongues
  6. 6,0 6,1 Tribes of Murkmire: Tribal Connections
  7. Imperial Library: Pete Hines, Christiane Meister, Shane Liesegang, and unknown
  8. Myths and Legends of the Hist
  9. On Argonians

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