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Dieser Text wurde von Numenorean für den Tamriel-Almanach übersetzt.

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Seid gegrüßt! Mein Name ist Manka Naram, besser bekannt als Skelettmann. Die letzten paar Jahre über habe ich viel Zeit damit verbracht, Tamriel zu bereisen und über das Land zu lernen. Wohin ich auch kam sprachen die Gelehrten mit mir über die verschiedenen Provinzen Tamriels, allerdings schien niemand besonders viel über Morrowind zu wissen. Also habe ich mich entschlossen, selbst herzukommen, um aus erster Hand zu erfahren, wie es ist. Ich habe ein paar Monate damit verbracht, die Provinz zu erkunden und während meines Aufenthalts viele Dinge erfahren, die für jene interessant oder unterhaltsam sein mögen, die mehr über das Land der Asche erfahren möchten. Ich habe das Beste aus meinen Frage-und-Antwort-Sitzungen unten zusammengestellt. Viel Vergnügen!

Die Leute in diesem Land kleiden sich sehr interessant, ich hatte nie zuvor derartiges gesehen. Ich habe einen Krieger des Redoran-Clans nach seiner Kleidung gefragt und er erklärte mir, dass die ständigen Aschestürme der Grund seien, weshalb er sich so anzieht. Die Rüstung schien jedoch beinahe organisch zu sein und ich verstehe nicht, wie das Schutz bieten kann. Warum tragen die Leute hier so andersartige und interessante Kleidung?

Ada'tyool Vren [Grenz-Chap'thiil beim Dunmeth-Pfad - sein Tamrielisch war nicht so gut]:
Waaas ...? Was sagt Ihr? Erklärt mir dieses Wort, zu dem Ihr organisch sagt. Lebendig, meint Ihr? Ist nicht lebendig! Ich töte es selbst mit zwei Fäusten und einem Speer in meinen Zähnen! Dann entfernen meine Frauen die Schale und lackieren die Platten und verzwirnen die Gelenke, dass ich mich bewegen kann! Jetzt weiß jeder, dass Vren die Einöden gesehen hat und sich auf keinen Fall fürchtet! Das ist kein Unterschied, sehe ich, zu den lauten Bärten gekommen aus Schneelanden die ich getroffen habe. Sie töten das wovon ich glaube es ist Bär und tragen es, oder töten die Heuler und nehmen sie für Teppich! HA! Die könnte mein Junge töten, aber sie trinken wie sagt Ihr Met, lachen und geben damit in den Clanstätten an! Hier in Véloth, seht Ihr gut, wenn wir töten etwas, wir machen nicht einen Teppich für unser Haus, wir machen ein Haus! Hört mich gut, Noiché-el!

Wohin ich auch gehe sehe ich Leute, die auf großen, krabbenartigen Kreaturen reiten, die ich nirgendwo sonst je beobachtet habe. Die Leute scheinen auch Rieseninsekten in Herden zu halten. Dieses Land verfügt ganz sicher über einzigartige Tiere; ich habe so etwas noch nirgendwo anders in Tamriel gesehen. Wie erklärt Ihr das?

Travis Ulchovik, Senior-Zoologe der Kaiserlichen Flora- und Fauna-Untersuchungskommission, nördöstliches Büro:
Die Ökologie Morrowinds wurde stark durch zwei Faktoren beeinflusst - die hohe Bergkette im Westen und die geologische Zone Vvardenfell. Die Berge haben dazu beigetragen, die heimischen Kreaturen Morrowinds vom übrigen Tamriel zu isolieren, während der ständige Aschefall von Vvardenfell seinen Teil dazu getan hat, die Ökologie Morrowinds zu Lebensformen zu verdrehen, die in seiner einzigartigen Umwelt überleben können. Ausgrabungen haben gezeigt, dass die nördlichen Hochlande selbst vor der Haupteruption, die den Vvardenfell, wie wir ihn heute kennen, hervorgebracht hat eine Region ständiger vulkanischer und geologischer Aktivität waren. Morrowind hat stets im Schatten der Asche gelebt, die es mit den vorherrschenden Nordwinden durchzieht. Seine fremdartige Flora und Fauna hat sich nicht nur angepasst, um den Aschefall zu überleben, sondern hängt inzwischen selbst davon ab. Daher sind zum Beispiel der Sandkwoom oder langbeinige Velks außerhalb der Provinz so eine außerordentliche Seltenheit - nur ein sehr wohlhabender Mann könnte sich den Import von genug Kreschkraut leisten, um eines außerhalb seiner Heimat am Leben zu halten.

Morrowind scheint stark auf Sklaverei zu setzen, da es beinahe jedes Volk Tamriels gefangen nimmt. Wie kommt es, dass die Dunkelelfen alle anderen Völker so geringschätzen?

Ulchevan Aino, Agent der Briricca-Kompanie von Cyrodiil, Cyrodiil:
Dunmer verachten alle anderen Völker. Sie scheinen sich einen besonders leidenschaftlichen Hass für Altmer und Bosmer [Hochelfen und Waldelfen - MN] aufzuheben, aber ich habe noch nie Sklaven dieser beiden Völker gesehen - obwohl mir gesagt wurde, dass es sie gibt. Die Dunmer, die ich kenne, ziehen es vor Menschen nicht dadurch zu beleidigen, dass sie Menschensklaven aus welchen Nationen auch immer halten, obwohl Sklaven mit nordischen Zügen weiter oben im Land keine Seltenheit sind. Die meisten Sklaven sind Tierleute - ein paar Katzenmenschen, Affenmenschen und Orks - aber die mit Abstand häufigsten Sklaven sind Argonier. Historisch gesehen haben die Dunkelelfen sämtliche Tiervölker und Menschen für bloßes Vieh und damit kaum mehr als domestizierbares Hab und Gut gehalten. Erst in kaiserlicher Zeit haben sie Menschen widerwillig anerkannt.

Ich habe zuvor schon viele Elfen getroffen und bemerkt, dass die Dunkelelfen ziemlich anders aussehen. Warum sind sie so verschieden, insbesondere ihre Augen und Hautfarbe?

Galvori Tel, Truppler in der Hlaalu-Hauswache:
Ihr mögt vielleicht schon viele Elfen getroffen haben, Mensch, aber erst jetzt seid Ihr dem Reinblütigen Volk begegnet. Ihr könnt Euch glücklich schätzen, im Land der Asche zu gehen. Diese anderen „Elfen“, wie Ihr sie nennt, sind eine blasse Mischlingsbrut, die durch ihre lange Verbindung mit den Tiervölkern befleckt und vermindert ist. Die Dunmer sind ihrem Vermächtnis treu geblieben und behalten die schönen Züge der Aldmer von einst.

Es heißt, dass die Chimer Vorläufer der Dunkelelfen waren. Übersetzt bedeutet Chimer das „Gewandelte Volk“. Was genau sind oder waren die Chimer und in welcher Beziehung stehen sie zu den Dunkelelfen?

Dres Molagi, Anwesenskaplan von Flechtenfeld, Tränenstadt:
Hört zu: „Von all den et'Ada, die das frühe Nirn durchwanderten, war Trinimac der Stärkste. Lange Zeit täuschte er die Alcharyai [Aldmeri - MN], so dass sie glaubten, Tränen seien die beste Reaktion auf die Trennung. Sie weinten und beschämten unsere Ahnen, besonders die weiblichen Saliache [Hochelfen - MN] - sie lästerten gar den Verschollenen Gott an und zogen Seine Erzählungen in Zweifel. Eines Tages gelang es Boethiah, Prinz der Heimtücke und frühreifer Jüngling, Trinimac dazu zu überlisten, in seinen Mund zu fahren. Daraufhin redete Boethiah eine Weile wie Trinimac und versammelte eine ansehnliche Menge Zuhörer um sich. Boethiah zeigte ihnen die Lügen der Weißen et'Ada, der Aedra, und sagte ihnen, dass Trinimac der größte Lügner von allen sei; all dies sprach er mit Trinimacs Stimme! Boethiah sagte der versammelten Menge die Wahrheit mit den drei Seiten. Er zeigte ihnen mit Mephala die Regeln von Psijis Bestreben. Er brachte ihnen bei, wie man Häuser baut und welche Gegenstände sie in den Winkeln vergraben mussten. Er demonstrierte die richtige Weise, ihre Haut zu tragen. Er führte vor, wie man gehen muss, um einen Exodus zu erreichen. Dann entledigte sich Boethiah Trinimacs vor aller Augen, um zu beweisen, dass all die Dinge, die er sagte, die Wahrheit waren. Nun war es für sein neues Volk ein Leichtes, die dunklen Moriche [Chimer - MN] zu werden, die Gewandelten.“

Der große Vulkan Vvardenfell interessiert mich sehr, aber ich habe nur wenig darüber gehört. Was könnt Ihr mir dazu sagen?

Sean Conlan, untergeordneter Schreiber des Kaiserlichen Besucherzentrums, Schattentor-Pass:
Er dominiert Herz und Verstand der Dunmer. In allen nördlichen Siedlungen zeichnet er sich hoch über dem Horizont ab. Er ist heilig und eine Stätte für Pilgerreisen - das heißt, dass das Volk zu den Schreinen an seinen Ausläufern pilgert, der Geisterwall verhindert jede Reise zum Gipfel und Krater selbst. Ich habe den persönlichen Ehrgeiz, einmal eine dieser Stätten zu besuchen, aber der Vulkan ist heilig und der Zugang wird durch den Tempel eingeschränkt. Ich hörte, dass man private Touren arrangieren kann, die eine Ehrenmitgliedschaft im Tribunalskult mit sich bringen, aber selbst die Ehrenmitgliedschaft ist für Angehörige des Tiberius Imperator-Kultes [dem Bürgerschaftskult - MN] verboten, weil der Morrowind-Tempel auf der Verbotsliste feindseliger Kulte steht.

Warum sind viele Gebiete in Morrowinds nach Daedra benannt? Dagon Fell, Azuras Küste, Bal Ur, die verschiedenen Regionen mit Molag im Namen und Sheogorad scheinen alle mit Daedra verbunden zu sein. Haben die Dunkelelfen irgendeine Beziehung zu den Daedra, vielleicht über das Tribunal?

Coewryn Shelly, bretonischer Gelehrter, Zentrum für Provinzielle Religionswissenschaft, Caldera:
Daedra sind den Dunmern heilig wie Götter den anderen Kulturen. Sie halten sogar Boethiah für den ersten ihrer Art. Nun, ich sollte sagen, dass manche Daedra heilig sind, andere nicht und sich wieder andere der unklaren Position von Widersachern erfreuen. Diese Widersacher sind auch als die „Vier Winkel vom Haus des Chaos“ bekannt. In der Mythologie des Tribunals ist für sie ein besonderer Platz reserviert. In jedem Fall ist es nicht sonderlich bemerkenswert, dass viele ihrer Distrikte und Viertel nach den Daedra benannt sind. Fremdländer mag es zugegebenermaßen überraschen, dass die Dunmer die dunkleren Mächte in so hohem Ansehen halten; aber seid versichert, dass Morrowind kein Sündenpfuhl von Dämonenanbetern ist.
Lakelos Char, Dampftorviertel, Vivec:
Die Daedra sind mächtige Ahnengeister, ganz ähnlich wie das Tribunal (gesegnet seien ihre heiligen Namen), aber schwächer und launischer. In den alten Zeiten vor der Ankunft des Tribunals (gesegnet seien ihre heiligen Namen) wurden die Daedra von den Chimern als Götter verehrt, aber sie verdienten diese Verehrung nicht, weil sie ihren Anhängern ebenso oft schadeten wie sie ihnen halfen.
Die Ankunft des Tribunals (gesegnet seien ihre heiligen Namen) änderte das alles. Mit der Apotheose wurde das Tribunal (gesegnet seien ihre heiligen Namen) zu den Beschützern und Hohen Ahnengeistern der Dunmer und befahl den daedrischen Geistern, ihnen demgemäß Verehrung und Gehorsam zu leisten. Die Drei Guten Daedra [Boethiah, Azura, Mephala] erkannten die Göttlichkeit der Dreieinigen Ahnen (gesegnet seien ihre heiligen Namen) und bezeugten ihre Ehrerbietung. Die Rebellischen Daedra [Molag Bal, Malacath, Sheogorath, Mehrunes Dagon] weigerten sich in ihrer Arroganz und ihrem Stolz, dem Tribunal (gesegnet seien ihre heiligen Namen) Gefolgschaft zu schwören und wurden sogleich aus Morrowind verbannt.
So wurden diese Rebellischen Daedra zu den Vier Winkeln vom Haus des Chaos, das weiterhin unseren Seelenfrieden bedrängt und die Unachtsamen zu Häresie und dunkler Anbetung verführt. Das Tribunal (gesegnet seien ihre heiligen Namen) und ihre Diener, die Priester des Tempels, halten immer nach Zeichen für die Rückkehr der Widersacher Ausschau, wobei ihnen die treuen Drei Guten Daedra beistehen, die sich mit den Tücken ihrer rebellischen Verwandtschaft besonders gut auskennen.

Ich habe Gerüchte von einer Stadt irgendwo im südlichen Morrowind gehört, die das Volk Sotha Sil nennt, wie den Gott des Tribunals. Was könnt Ihr mir über diese Stadt erzählen?

Marcus Richton, colovianischer Marineoffizier, Velothishafen
Sotha Sil ist eine Sakralstätte, aber nicht für Pilgerfahrten, habe ich gehört. Es ist ein heiliger Ort auf einer Stufe mit Vivec und Almalexia, aber im Gegensatz zu ihnen ist Sotha Sil kein Bevölkerungszentrum und liegt in einem abgeschiedenen Teil der äußerst unfreundlichen südwestlichen Hochlandwildnis. Kaiserliche Bürger lieben es, das wunderschöne Vivec mit seinen Dampfparks, Kanälen und Monumenten zu besichtigen und selbst wenn Almalexier Besuchern gegenüber alles andere als aufgeschlossen und freundlich sind, ist die Stadt auf eine überwältigende, ausladende, schäbige Weise großartig. Aber ich habe noch nie jemanden, Dunmer oder Außenseiter, Interesse an einem Besuch von Sotha Sil äußern hören.

Manche Gelehrte des Landes sprechen vom „Messinggott“, doch auf all meiner Reisen durch Tamriel habe ich nur wenig über dieses Thema gehört. Was könnt Ihr mir dazu sagen?

Xal, menschlicher Marukhati, Port Telvanis:
Ah. Ich werde Euch die Wahrheit sagen, weil Ihr nichts davon glauben werdet. Der Messinggott ist Anumidum, die Erste Gestalt. Er wird auch die göttliche Haut genannt. Er war dazu gedacht, von unseresgleichen viele Male benutzt zu werden, um das Graue Magsein zu transzendieren.
Der erste, der ihn sah, war der Werkstatts-Vormer, Kagrenac von Vvardenfell, der weiseste der Klangarchitekten [Mechaniker - MN]. Glaubt nicht wie andere, dass Kagrenac das Anumidum aus kleinmütigen Beweggründen wie einer Widerlegung der Götter erschaffen hätte. Kagrenac war seinem Volk treu ergeben, und die Zwerge waren, entgegen dem, was Ihr gelesen haben mögt, eine fromme Schar - er hätte nicht so viele ihrer goldenen Seelen geopfert, um Anumidums Metallkörper zu erschaffen, wenn das alles nur im Namen eines großen Theaters gewesen wäre. Kagrenac hat sogar die Werkzeuge geschaffen, um ein Mantella zu konstruieren, die Crux der Transzendenz. Aber inzwischen und für eine sehr lange, kommende Zeit marschierte das Verhängnis der Zwerge auf den Berg und sie wurden aus dieser Welt entfernt.
Der zweite, der den Messinggott sah, war der Enantiomorph. Ihr mögt sie einzeln als Zurin Arctus und Talos kennen. Die Überseele war der Welt als Tiber Septim bekannt. Sie brachten ihr Mantella hervor, dieses Mal eine Verkörperung der Heilung des Menschen/Mer-Schismas. Damit ging Anumidum. Aber inzwischen und für eine lange, kommende Zeit verriet Einer den Anderen und die Welt erzitterte, als sie sich trennten, und das Anumidum lief Amok und erschuf ein Kaiserreich des Bösen um die bösartige Hälfte seiner Seele unterzubringen.
Und was ist mit der Verwerfung im Westen, von der es heißt, dass sechs Anumiduma an sechs verschiedenen Orten auf einmal gesehen wurden, von denen jedes das Schicksal eines anderen Sterblichen erkämpfte? Wir konnten sehen dass Hochfels nicht mehr vereint ist, dass die Banner von Nova Orsinium wirklich sind, dass die Kreckenpriester zu ihrem neuen Gott der Würmer sprechen und niemand von ihnen dem kranken Erben der Septim-Linie dient; wir konnten das alles sehen und wissen, dass es wahr ist. Diese Verwerfung ist nur eine Vergegenwärtigung der Falle, die das Graue Magsein ist, und dieser Champion der Befreiung, der Messinggott, hat uns nur wieder daran erinnert, was das Scheitern seiner Zweckentfremdung in der Arena Mundus bedeutet.

Gibt es in Morrowind noch andere Hauptreligionen neben dem Tribunal?

Ulchevan Aino:
Die Verehrung der Acht Göttlichen und des Tiberius Imperator hat eine gewisse lokale Akzeptanz gewonnen, insbesondere in Haus Hlaalu, aber der Tribunalstempel ist und bleibt die alleinige Staatsreligion in Morrowind.

Manche Leute sprechen mit gedämpfter Stimme von einer als die Morag Tong bekannten Assassinengilde. Ich habe erfahren, dass viele der Großen Häuser diese Gilde benutzen, um Feinde auszuschalten, obwohl die Tong vom Tribunal verboten ist. Wie kann eine solche Gilde operieren und wie viel Einfluss genau haben sie in Morrowind?

Paulus Hlaalu, Unterwesir des „Theoretische Ehrbarkeit“-Klubs, Narsis:
Nein, mein Freund, Ihr seid verwirrt. Die Morag Tong ist nicht vom Tribunal verboten. Das wäre eine schöne Bescherung! Wie sollten die Häuser dann das Große Spiel austragen? Die Morag Tong ist ein Werkzeug in den Händen der Großen Häuser in ihrem nie endenden Wettstreit um Ehre, Ruhm und Macht. So lange wie die Tong (und die Häuser) der Mephala-Entente [Friedensvertrag - MN] folgen, die in alten Zeiten niedergelegt wurde, kann jeder gezeichnet werden, vom Hohen Hlaalu selbst bis zum niedrigsten Telvanni-Leibeigenen. Die Konsequenzen der Zeichnung gehören dann in den Bereich des Großen Spiels - es ist viele Jahre her, seit es jemand gewagt hat, die Tong auf Hlaalu-Verwandte anzusetzen. Heutzutage wird das Spiel größtenteils zwischen den verschiedenen Klientelhäusern ausgespielt. Und natürlich ist es verboten, Nicht-Dunmer anzuheuern oder zu zeichnen; manche sagen, dass Tiber Septim zur Zeit des Waffenstillstands höchstselbst diese Übereinkunft mit der Morag Tong getroffen habe.

Welches der Großen Häuser in Morrowind hat die meiste Macht inne und wie benutzen sie diese Macht? Ich habe gehört, dass Indoril das größte sei, aber ich bin nicht sicher, ob das der Wahrheit entspricht.

Ulchevan Aino:
Im konservativen Süden haben die Indoril-Parteien und der Tempel noch immer beträchtlichen Einfluss auf die Räte, aber oben im Norden ist der kaiserliche Einfluss stark und die Hlaalu-Familie kontrolliert mit Gefolge den Großteil des Reichtums und der politischen Macht. In ihren eigenen Territorien beherrscht natürlich jedes der fünf Großen Häuser seine lokalen Räte - aber die Macht der Hlaalu und die kaiserliche Münze sind sehr einflussreich.
Paulus Hlaalu:
Der Ruhm der Indoril liegt weit in der Vergangenheit. Sie benutzten einst ihre Kontrolle über die Tribunalspriesterschaft, um die anderen Häuser zu dominieren, aber ihre Hegemonie wurde mit dem Waffenstillstand überwunden um sich niemals zu erholen. Haus Hlaalu, dessen Blutsverwandter ich bin - aus der Siebten Familie, in direkter Nachkommenschaft von Hlaalu Brevur (mögen wir auf ewig die Seyda Neen suchen) - hält nun die unbestrittene Herrschaft über die anderen vier Häuser. Der Tag, an dem Hlaalu als das einzige verbleibende Große Haus anerkannt wird, kann heute schon mit einiger Sicherheit vorausgesehen werden.

Ich habe versucht, mich mit den Telvani im Nordosten zu treffen, aber sie haben mich zu meiden gewusst. Warum versuchen sie, Kontakt mit anderen aus dem Weg zu gehen? Haben sie irgendwelche Geheimpraktiken, von denen Außenseiter nichts wissen sollen?

Ulchevan Aino:
Die Telvani heißen Besucher nicht willkommen. Meine Geschäftskontakte dort sind größtenteils Außenseiter - Hlaalu und Bürger in den Fremdendistrikten der Hafenzentren. Ihre Stadtbewohner sind förmlich und humorlos. Aber wenn Ihr die Hohen Telvani-Zauberer meint, das sogenannte Parlament der Käfer - ja, da ist es unmöglich für Außenseiter, sich mit ihren Zauberern zu treffen. Sie handeln alle durch Diener, Sklaven und Agenten, ob einheimisch oder in der Fremde ausgebildet. Und was Geheimpraktiken angeht bin ich mir sicher, dass die Zauberer über eine ganze Menge Geheimpraktiken verfügen und ich keinen Wunsch danach verspüre, mich in ihre Angelegenheiten einzumischen. Das gemeine Volk scheint aber weniger geheimniskrämerisch als sehr reserviert und feindselig gegenüber Fremdländern zu sein.

Was ist mit dem 6ten wichtigen Großen Haus von Morrowind passiert? Mir wurde gesagt dass es vor langer Zeit 6 Hauptclans gegeben hätte, aber die Leute berichten mir heute nur noch von fünf.

Hasphat Antabolis, Gelehrter in Residenz des Hauses Hlaalu, Balmora:
Der verschollene Clan ist Haus Dagoth, das während des Dwemeri-Krieges [Erste Ära - MN] bis auf den letzten Mann vernichtet wurde. Dagoths alte Heimat wurde vom Vvardenfell verschluckt, über ihren Namen und ihren legendären letzten Clansitz Dagoth Ur hinaus ist heute nur noch wenig über sie bekannt. Jüngste Ausgrabungen in einigen der weniger bekannten Dwemeristätten haben außerdem Artefakte mit den Clanzeichen der Dagoth zutage gefördert, was darauf hindeutet, dass sich Dunmer und Dwemer einst in denselben Gemeinschaften vermischt haben könnten, eine Entdeckung, die viele meiner weniger aufgeschlossenen Landsleute mit wütender Ablehnung erwidert haben.

Wie sind die Zwerge in Morrowinds Geschichte verwickelt und gibt es sie heute noch? Ich habe Gerüchte gehört, dass die Große Stadt Almalexia über Zwergenruinen errichtet wurde, obwohl das viele, mit den ich gesprochen habe, verneinten. Es scheint, als ob die Zwerge vollkommen aus diesem Land verschwunden sind. Wäre es möglich, Zwergensiedlungen irgendwo in Morrowind zu entdecken und wo könnte man sie, wenn ja, am ehesten finden?

Marcus Richton:
Ich habe von Zwergenstätten in den nördlichen Hochlanden gehört, aber nie eine besucht. Einige besichtigen sie, wenn sie auf Pilgerreisen nach Vvardenfell sind, glaube ich, obwohl ich kein Experte für heilige Orte bin. Sichtungen von Zwergen sind Teil der einheimischen Folklore, aber ich habe noch nie gehört, dass dem eine gebildete Person Glauben schenkt.

Welchen Einfluss hatte Tiber Septim in der Vergangenheit auf Morrowind? Alles was ich weiß ist, dass er einmal an Zwergenartefakten interessiert war, aber ich weiß nicht warum.

Yul Marshee, Antiquitätenhändler, spezialisiert auf Zwergen-Sammlerstücke und Relikte anderer verschollener Völker, Pelagriad:
Wenn Ihr Zwergenartefakte wollt, habt Ihr den richtigen Ort gefunden. Morrowind war einst das Heimatland der Zwerge, wusstet Ihr das? Ja, bis der Vulkan ausbrach und sie alle ausgelöscht hat, die großen Untergrundstädte und alles. Tiber Septim war kein Narr, wisst Ihr? Die Zwerge haben große mechanische Vorrichtungen von einer Art geschaffen, wie Ihr sie Euch nichtmal vorstellen könnt, und der Erste Kaiser brauchte jede Hilfe, die er bekommen konnte. Ihr glaubt nicht wirklich, dass sich die Hochelfen einfach umgedreht und für ihn totgestellt haben, oder? Numidium war der Preis aus allen zwergischen Kriegsmaschinen, aufgestöbert von den Klingen, sagen sie, und in den Laboratorien der Kampfmagier von Cyrodiil wieder zusammengesetzt. Wer weiß, was die Klingen sonst noch gefunden haben? Wer weiß, welche anderen Artefakte sie vielleicht beiseite geschafft haben? Gerade hier haben wir ein schönes Beispiel, aus der Schatzkammer der Klingen selbst - ich habe meine Quellen - und für einen mehr als vernünftigen Preis kann es Euch gehören. Ihr werdet diese Brille brauchen, um es wirklich sehen zu können ....
dro'Mhakij, „Prophet von Rajhin“, ein khajiitischer Zuckersüchtiger vor Yuls Laden:
Jodenjone! Lasst Euch von Marshee keine Lügen über den Großen Geher erzählen. Die Klingen nahmen ES von hier, sicher, aber sie haben es nicht nach Cyrodiil geschafft und das Teil wieder zusammengesetzt. Talos, der hat einen guten Strich unserer Preislande in Ana'quinal „annektiert“ und die Khajiit mit Gewalt vertrieben. Da hat er dann die Halle des Kolossus gebaut - ein starker Name für ein geheimes Testlager - und dort wurde der Große Geher geboren. Und daher ist dieser Teil unseres Elsweyr immer noch vergifteter Leuchtfels, wohin keine Katzen gehen. Ach, für den Wahnsinn von euch Launischem Volk!

Ich habe mich einmal auf erfolglos auf Drachensuche begeben. Gibt es sie überhaupt noch in Morrowind?

Hlaalu Manhantiert, Kaiserlicher Gouverneur des Balmora-Distrikts, Caldera:
Drachen? In Morrowind? Nein, nicht mehr, mein Junge; die Himmelslampen haben sie alle gefressen ...!

Zu guter Letzt, wer glaubt Ihr ist die wichtigste Person in Morrowind? Wer hält den größten Einfluss über die Provinz?

Ein Khajiit, den ich in einer Taverne im Fremdenviertel von Narsis traf - er hat sich nicht zu erkennen gegeben, aber irgendwie sind mir seinem Worte im Gedächtnis geblieben und erschienen mir wahrer als die Antworten der vielen kaiserlichen Offiziellen und Dunmeri-Granden, die ich befragt hatte:
Lasst mich Euch sagen, wer es nicht ist. Es ist nicht der Kaiserliche Prokonsul hier in Narsis. Seht Ihr, er ist so unwichtig, dass ich mich nicht einmal an seinen Namen erinnere. Er denkt vielleicht, dass er die Provinz laufen lässt, aber er steht außerhalb dessen, was wirklich vor sich geht. Muss er auch. Morrowind ist zu groß, fremdartig und geheimnisvoll, als dass ein einzelner Mann es wirklich kontrollieren könnte. Vielleicht einer der Gouverneure? Oder, besser noch, ein Militäroffizier, der Kommandant der Legionen vielleicht? Nein. Zuerst einmal ist die Armee gespalten. Eigentlich sollte der Kommandant vor Ort dem Gouverneur berichten, oder? Aber es hat der Armee noch nie gefallen, unter einem Zivilisten zu stehen und in letzter Zeit ist es schlimmer geworden. Viel schlimmer. Ihr wärt überrascht, was draußen in den Distrikten vor sich geht. Dann fügt noch die Roten Templer zu der Mischung hinzu. Theoretisch in die Kommandokette eingebunden, richtig? Aber sie nehmen nicht wirklich Befehle von irgendjemandem außer sich selbst entgegen. Also sind die Kaiserlichen, ihr versteht, ein einziges Chaos, genauso wie auch sonst überall. Vielleicht einer der Einheimischen, der Hohe Hlaalu? Oder vielleicht seid Ihr schlau genug und nehmt stattdessen seinen Wesir. Jetzt kommt Ihr der Sache näher, aber wie viel weiß selbst der Hlaalu darüber, was wirklich vor sich geht? Dieser Ort geht zur verdammten Hölle, Freund, und niemand weiß es überhaupt. Und die wenigen von uns, die es wissen - was können wir schon dagegen tun? Die alten Tricks werden diesmal nicht helfen. Wir versuchen, den Sand aufzuhalten. Ach, alles geht zur Hölle.

Links und AnmerkungenBearbeiten